Beste Reisezeit für Usbekistan

Usbekistan hat ein Kontinentalklima ohne Meer, das etwas ausgleichen würde: Die Sommer sind trocken und sehr heiß, die Winter kurz, aber kalt, und dazwischen liegen zwei Jahreszeiten, in denen das Land genau richtig ist. Wer die Wahl hat, reist im Frühling oder im Herbst. Wer keine Wahl hat, kommt trotzdem, sollte aber wissen, worauf er sich einlässt.
Frühling: April bis Anfang Juni
Das ist die Zeit, die die meisten Reiseveranstalter empfehlen, und zu Recht. In Samarkand und Taschkent liegen die Tagestemperaturen im April bei 20 bis 25 Grad, im Mai bei 25 bis 30, die Nächte sind mild, die Steppe ist für ein paar Wochen grün und voller Tulpen und Mohn. Der April ist der einzige Monat mit nennenswertem Regen, meist kurze Schauer. Ab Ende Mai wird es in Buchara und Chiwa schon spürbar heiß, im Juni sind dort 35 Grad normal.
Am 21. März feiert das Land Nouruz, das persische Neujahrsfest, mit Sumalak, einem Brei aus gekeimtem Weizen, der die ganze Nacht gerührt wird, mit Musik und Straßenfesten. Wer zu dieser Zeit da ist, erlebt das Land von seiner offensten Seite, muss aber damit rechnen, dass Museen und Ämter ein paar Tage geschlossen sind.
Sommer: Juni bis August
Von Ende Juni bis Ende August herrscht in den Oasenstädten die Chilla, die vierzig heißesten Tage des Jahres. In Buchara und Chiwa sind 40 Grad die Regel, 45 kommen vor, in Taschkent sind es 35 bis 38, und die Luft ist so trocken, dass man den Schweiß gar nicht bemerkt. Besichtigungen gehen dann nur früh am Morgen und nach 17 Uhr; mittags gehört man in den Schatten eines Teehauses. Dafür sind die Preise niedriger, die Plätze leer, und die Züge haben Platz.
Wer im Sommer kommen muss, plant Berge ein: das Tschimgan-Gebirge zwei Autostunden von Taschkent, die Nuratau-Berge zwischen Samarkand und dem Aydarkul-See, oder das Ferghanatal, das etwas höher liegt. Dort ist es zehn Grad kühler.
Herbst: September bis Oktober
Der Herbst ist die zweite gute Zeit und für viele die bessere. Im September sind es noch 30 Grad, im Oktober 20 bis 25, die Nächte werden kühl, die Luft ist klar, und auf den Märkten liegen Melonen, Trauben und Granatäpfel, für die das Land berühmt ist. Ende Oktober beginnt die Baumwollernte, und die Felder um Buchara und im Ferghanatal sind weiß. Der November ist ein Übergangsmonat, tagsüber noch angenehm, nachts nahe am Gefrierpunkt, und die ersten Nebel liegen über Taschkent.
Winter: Dezember bis Februar
Im Winter friert es, in Taschkent nachts bis minus fünf, in Chiwa und Nukus im Westen auch bis minus zehn, und tagsüber bleibt es oft unter zehn Grad. Schnee fällt, bleibt in den Städten aber selten liegen. Die Bauwerke stehen leer da, das Licht ist weich, und die Hotels sind halb so teuer. Man braucht warme Kleidung und Geduld mit der Heizung, die in älteren Gästehäusern nicht immer verlässlich ist. Für Skifahrer gibt es Amirsoy und Tschimgan bei Taschkent, mit Liften und einer Saison von Dezember bis März.
Kurz gesagt
Wer Bauwerke sehen will, kommt von Mitte April bis Ende Mai oder von Mitte September bis Ende Oktober. Wer das Fest will, kommt zu Nouruz. Wer sparen will und Hitze aushält, kommt im Juli. Und wer allein sein will, im Januar. In allen Fällen gilt, was auf der Seite zur Einreise steht: Der Pass muss noch drei Monate gelten, und die Registrierung übernimmt das Hotel.
Einreise und Visum für Usbekistan
Rundreise durch Usbekistan in zwei Wochen
Buchara
Chiwa