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Unterkünfte in Asien

Vom Bungalow am Strand bis zum Zimmer im hundertsten Stock: Unterkünfte in Asien reichen weiter auseinander als irgendwo sonst, und das bei Preisen, die oft unter denen eines deutschen Mittelklassehotels liegen. Wer die Arten kennt, findet für jedes Budget den passenden Ort.

Malediven

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Indonesien

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Malaysia

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Thailand

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Was es gibt

Das Gästehaus ist die Grundeinheit des Reisens in Südostasien: ein Familienbetrieb mit zehn Zimmern, Ventilator oder Klimaanlage, oft mit Café davor, in Thailand, Vietnam, Laos und Kambodscha für zehn bis dreißig Euro die Nacht. Darüber liegen die Boutique-Hotels, die in Städten wie Luang Prabang, Hoi An oder George Town aus Kolonialhäusern entstanden sind, und die Resorts an den Küsten, von einfachen Bungalows am Strand bis zu Anlagen mit Pool und Spa. Ganz oben stehen die Hochhaushotels der großen Städte; in Hongkong beginnt das Ritz-Carlton im 102. Stock, das Schwimmbad liegt noch höher, und in Bangkok und Singapur gehört die Bar auf dem Dach zum Haus. Dazu kommen die Besonderheiten der Länder: in Japan das Ryokan mit Tatami, Futon und Abendessen im Zimmer und das Kapselhotel für eine Nacht in der Stadt, in Indien die Haveli-Paläste Rajasthans, in Nepal die Lodges am Trekkingweg, in Vietnam und Malaysia Homestays bei Familien auf dem Land.

Die Hotelinseln der Malediven

Die Malediven haben ein System, das es sonst nirgends gibt: eine Insel, ein Hotel. Einheimische wohnen auf eigenen Inseln, Urlauber auf den Hotelinseln, und wer einmal angekommen ist, bleibt meist dort, weil es außer Strand, Lagune und Riff nichts gibt und genau das der Sinn ist. Über 170 solcher Inseln gibt es inzwischen, von Kuramathi und Bandos nahe dem Flughafen bis zu Kuredu und Meerufenfushi in den äußeren Atollen. Für die Wahl zählt vor allem das Hausriff: Wer schnorcheln will, braucht eine Insel, vor der das Riff nah am Strand beginnt, nicht eine mit flacher Lagune. Seit 2009 dürfen auch Gästehäuser auf Einheimischeninseln öffnen, und damit sind die Malediven zum ersten Mal auch mit kleinem Budget zu bereisen.

Was es kostet

Südostasien ist das günstigste Reisegebiet der Welt für Unterkünfte: Ein sauberes Doppelzimmer mit Klimaanlage gibt es in Thailand, Vietnam oder Indonesien ab zwanzig Euro, ein Resort mit Pool ab fünfzig, und für hundert Euro bekommt man dort, was in Europa das Dreifache kostet. Japan, Südkorea und Singapur liegen deutlich darüber, Indien und Nepal darunter. Die Malediven sind eine Welt für sich, weil Transfer per Boot oder Wasserflugzeug und Verpflegung dazukommen. Auf Bali hat sich in Ubud und Seminyak eine Hotellerie entwickelt, die regelmäßig in den Leserwahlen der großen Reisemagazine auftaucht, zu Preisen, die immer noch unter europäischen liegen.

Richtig buchen

In Asien buchen viele vor Ort, und in der Nebensaison ist das oft günstiger als über ein Portal, weil der Betreiber die Provision spart. In der Hauptsaison von Dezember bis Februar und um Feiertage wie Songkran oder das chinesische Neujahr sollte man vorher buchen. Agoda ist in Asien stärker als Booking, Ryokan bucht man am besten über das Haus selbst oder japanische Portale, und auf den Malediven gehört der Transfer zwingend ins Paket. Beim Preis lohnt sich ein Blick aufs Kleingedruckte: In Thailand und Indonesien kommen oft noch Steuer und Service dazu, in Japan ist das Frühstück meist nicht enthalten. Und eine Nacht in einem Kloster, einem Ryokan oder einer Lodge auf 4.000 Metern ist oft die, an die man sich am längsten erinnert.

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