In den Bergen und im Wasser
Trekking ist die klassische Aktivität des Kontinents, und Nepal der klassische Ort: Everest-Basislager, Annapurna-Runde, Langtang, in Lodges und ohne Zelt. Bhutan hält den Tourismus mit einer Tagesgebühr klein und bietet dafür Wege, auf denen man tagelang niemandem begegnet. Wer es kürzer mag, geht in Japan den Kumano Kodo, in Sri Lanka durch die Teeplantagen um Ella oder in Hongkong den MacLehose Trail. Im Wasser ist Asien ebenso stark: Tauchen lernt man auf Koh Tao oder den Gilis für einen Bruchteil des europäischen Preises, Surfen auf Bali, wo Kuta die Anfängerwelle und Uluwatu die berühmte hat, auf Sri Lanka in Arugam Bay und auf den Philippinen in Siargao. Kajak fährt man durch die Kalksteinbuchten der Halong-Bucht und von Krabi, Rafting in Nepal auf dem Trishuli.
Lernen und Ruhe finden
Viele Aktivitäten in Asien haben weniger mit Anstrengung zu tun als mit Lernen. Kochkurse gehören in Chiang Mai, Hoi An und Ubud zum festen Programm, meist mit einem Besuch auf dem Markt am Morgen, und man nimmt mehr davon mit nach Hause als von jedem Souvenir. Yoga und Meditation haben in Indien ihren Ursprung, in Rishikesh am Ganges und in den Ashrams Keralas, und in Thailand kann man in Klöstern Vipassana lernen, zehn Tage schweigend. Massage ist in Thailand eine Schule, nicht nur eine Behandlung; im Wat Pho in Bangkok wird sie seit zweihundert Jahren gelehrt. Und wer Tiere sehen will, fährt nach Borneo zu den Orang-Utans, nach Ranthambore zum Tiger, nach Sri Lanka zu den Elefanten von Minneriya oder nach Komodo zu den Waranen.
Mit dem Rad, dem Zug und zu zweit
Radfahren ist in Asien unterschätzt. Das Mekong-Delta, die Reisfelder um Hoi An, Bagan zwischen den Pagoden, Kyoto und die Teeplantagen Sri Lankas sind flach oder sanft und lassen sich in Tagestouren erfahren; Taiwan hat eine Rundstrecke um die ganze Insel. Zugfahren ist eine Aktivität für sich, von der Transsibirischen Eisenbahn bis zum Nachtzug nach Chiang Mai. Und auf kleinen Inseln wie Gili Air oder Koh Lanta besteht die Aktivität darin, mit dem Fahrrad einmal herumzufahren, Schildkröten vom Strand aus zu beobachten und den Sonnenuntergang nicht zu verpassen.
Was man beachten sollte
Die meisten Aktivitäten bucht man vor Ort billiger als von zu Hause, mit Ausnahme von Permits für Nepal, Bhutan und beliebten Safaribooten. Bei allem mit Tieren lohnt sich ein genauer Blick: Elefantenreiten und Tigerfotos gehen auf Kosten der Tiere, Auffangstationen und Nationalparks nicht. Die Auslandskrankenversicherung sollte Tauchen, Trekking über 3.000 Meter und Rollerfahren einschließen, denn der Roller ist in Südostasien die häufigste Unfallursache bei Reisenden. Und in der Regenzeit sind Berge und Riffe nicht gesperrt, nur anders: grüner, leerer und mit Wolken, die am Nachmittag kommen.

Bhutan Trekking- und Reise-Abenteuer im Himalaya
Die Top 10 Aktivitäten in Sri Lanka
Telefonieren und Surfen im asiatischen Raum