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Einreise und Visum für Usbekistan

Von Martin SundZuletzt aktualisiert am
Flughafen Taschkent
Flughafen Taschkent · Foto: Kayhan ERTUGRUL, CC BY-SA 3.0 · Nachweis

Usbekistan war lange ein Land mit Visumpflicht, Einladungsschreiben und Devisenformularen. Das ist seit 2019 vorbei, und heute gehört die Einreise zu den einfachsten in ganz Asien. Ein paar Regeln aus der alten Zeit gibt es aber noch, und die sollte man kennen.

Visum

Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen für Aufenthalte bis 30 Tage kein Visum, unabhängig vom Reisezweck. Man bekommt bei der Ankunft einen Stempel und ist damit fertig. Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens drei Monate gültig sein, ein vorläufiger Reisepass wird anerkannt, der Personalausweis nicht. Wer länger als 30 Tage bleiben will, beantragt vorher ein E-Visum über das Portal e-visa.gov.uz, das für Touristen 30 Tage gilt und mit einer Ausreise und Wiedereinreise verlängert werden kann. Zwei Sätze zur Sicherheit: Die Regeln stehen so beim Auswärtigen Amt (Stand September 2026), und sie ändern sich in Usbekistan gelegentlich schnell. Vor der Reise lohnt ein Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise.

Registrierung

Was von der Sowjetzeit geblieben ist, ist die Registrierungspflicht: Jeder Ausländer muss innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft bei der Migrationsbehörde gemeldet werden. In der Praxis erledigt das jedes Hotel und jedes Gästehaus beim Einchecken, man bekommt einen kleinen Zettel oder einen Eintrag in einer App. Diese Belege hebt man auf, für jede Nacht einen, denn sie können bei der Ausreise und bei Polizeikontrollen verlangt werden. Wer bei Freunden wohnt oder im Zelt schläft, muss sich selbst kümmern; für Nachtzüge gilt das Zugticket als Nachweis. Den Pass trägt man in Usbekistan immer bei sich, eine Kopie reicht bei Kontrollen nicht.

Geld

Die Währung ist der Som, und die Zahlen sind groß: Ein Euro sind gut 13.000 Som (Stand September 2026), ein Abendessen kostet also schnell 150.000. Man rechnet in Tausendern und gewöhnt sich daran. Geldautomaten gibt es in allen Städten der Reiseroute, sie nehmen Visa und Mastercard, geben aber oft nur begrenzte Beträge pro Abhebung. In Taschkent, Samarkand und Buchara zahlt man in Hotels, besseren Restaurants und Läden mit Karte, auf Märkten, in Taxis und in kleinen Gästehäusern bar. Dollar und Euro tauscht man in Banken und in den Wechselstuben der Hotels, der Schwarzmarkt von früher ist verschwunden, weil der Kurs seit 2017 frei ist.

Bei der Einreise füllt man eine Zollerklärung aus, wenn man mehr als 2.000 US-Dollar in bar dabei hat; der abgestempelte Durchschlag wird bei der Ausreise gebraucht. Som darf man in kleinen Beträgen ein-, aber nicht ausführen, man tauscht den Rest also vor dem Flug zurück oder gibt ihn am Flughafen aus.

Medikamente, Drohnen und Fotos

Zwei Regeln, über die Reisende immer wieder stolpern: Medikamente gehören in die Zollerklärung, vor allem alles, was Codein, Tramadol oder starke Schmerzmittel enthält, sonst drohen empfindliche Strafen; ein ärztliches Attest auf Englisch hilft. Und Drohnen sind in Usbekistan komplett verboten, sie werden am Flughafen einbehalten. Fotografieren ist überall erlaubt, außer an Flughäfen, Bahnhöfen, Grenzen, Militär und Regierungsgebäuden; in der Metro von Taschkent ist es seit 2018 frei.

Gesundheit

Pflichtimpfungen gibt es nicht. Empfohlen werden Hepatitis A, bei längeren Aufenthalten Hepatitis B und Typhus, und wer viel mit Tieren zu tun hat, Tollwut. Leitungswasser trinkt man nicht, Flaschenwasser gibt es überall für ein paar Cent. Die ärztliche Versorgung außerhalb Taschkents ist einfach, eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport gehört ins Gepäck, dazu mehr auf der Seite zur Reiseversicherung.

Ankunft

Die meisten kommen über den Flughafen Taschkent, von Frankfurt gibt es Direktflüge in etwa sechs Stunden. Wer über Land einreist, etwa aus Kirgisistan bei Osch oder aus Kasachstan bei Taschkent, findet seit 2018 offene Grenzen ohne besondere Formalitäten. Wann man kommt, steht auf der Seite zur besten Reisezeit, und wie man die Städte verbindet, bei der Rundreise.

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