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Trekking und Nationalparks in Asien

Asien hat die höchsten Berge der Welt und einige der ältesten Regenwälder. Zwischen beiden liegen Pilgerwege, Vulkane, Teeplantagen und Parks, in denen noch Elefanten, Tiger, Orang-Utans und Nashornvögel leben. Zu Fuß sieht man davon am meisten.

Der Himalaya

Das Gebirge, das Indien von Tibet trennt, ist 2.400 Kilometer lang und trägt alle vierzehn Achttausender der Erde. Für Reisende ohne Bergsteigererfahrung ist Nepal der Einstieg: Der Weg zum Basislager des Mount Everest führt in rund zwei Wochen von Lukla über Namche Bazar auf 5.364 Meter, in Lodges mit Dal Bhat und Holzofen, und wer sich Zeit zum Akklimatisieren nimmt, schafft ihn in normaler Verfassung. Die Annapurna-Runde ist länger, abwechslungsreicher und führt über den Thorong La auf 5.416 Meter, der Annapurna-Basislager-Trek kürzer und tiefer. Höhenkrankheit ist dabei die eigentliche Gefahr, nicht die Strecke: nicht mehr als 300 bis 500 Meter Schlafhöhe pro Tag ab 3.000 Metern, viel trinken, und bei Kopfschmerz und Übelkeit absteigen. Bhutan ist die stillere Alternative, mit Klöstern an den Hängen und einer Tagesgebühr, die den Tourismus bewusst klein hält; Ladakh im indischen Himalaya ist Hochwüste, trocken und im Sommer begehbar, wenn Nepal im Monsun liegt.

Pilgerwege und Vulkane

Nicht jeder Weg führt in die Höhe. In Japan ziehen sich die Pilgerpfade des Kumano Kodo seit dem 8. Jahrhundert durch die Zedernwälder der Kii-Berge, von Schrein zu Schrein, heute Weltkulturerbe und in Tagesetappen mit Übernachtung in Minshuku zu gehen. Auf Shikoku umrundet der 88-Tempel-Weg die ganze Insel. In Indonesien steigt man nachts auf den Bromo oder den Rinjani, um den Sonnenaufgang über dem Krater zu sehen, und auf Sri Lanka führen Wege durch die Teeplantagen des Hochlands um Ella und auf den Adam's Peak, den vier Religionen als heilig ansehen.

Regenwald und Tiere

Der Nationalpark Khao Sok in Südthailand gilt als einer der ältesten Regenwälder der Erde, älter als der Amazonas, mit Kalksteinfelsen, einem Stausee voller Inseln und den letzten wilden Elefanten und Tigern des Landes. Khao Yai, drei Stunden von Bangkok, war 1962 der erste Nationalpark Thailands und ist der leichteste Einstieg, mit Gibbons und Nashornvögeln, die man vom Weg aus hört. Borneo ist die Adresse für Orang-Utans, in Sabah bei Sepilok und am Kinabatangan, Sumatra bei Bukit Lawang. In Indien lebt der Tiger in Ranthambore und Bandhavgarh, in Kerala sieht man im Periyar-Park Elefanten vom Boot aus, und in Vietnam schützen Cát Tiên und Cúc Phương die Wälder des Südens und Nordens. Die Chance, ein großes Tier zu sehen, ist morgens am größten und in der Trockenzeit, wenn sich alles an den Wasserstellen sammelt.

Wann und wie

Im Himalaya sind Oktober und November am klarsten, März und April die Zeit der Rhododendren; der Monsun von Juni bis September bringt Wolken und Blutegel. Die Regenwälder Südostasiens sind in der Trockenzeit leichter zu begehen, in der Regenzeit grüner und leerer. Für Nepal braucht man Permits, für Bhutan einen Veranstalter, für die meisten Parks nur den Eintritt und oft einen Führer. Was man braucht, ist weniger als man denkt: eingelaufene Schuhe, Schichten statt dicker Jacken, eine Stirnlampe, und im Regenwald lange Hosen gegen Blutegel und Mücken.

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