Wie der Monsun funktioniert
Das Wetter in Süd- und Südostasien folgt dem Monsun, einem Wind, der zweimal im Jahr die Richtung wechselt. Im Sommer erwärmt sich das asiatische Festland schneller als der Indische Ozean, die Luft steigt auf und zieht feuchte Seeluft nach: Das ist der Südwestmonsun, der von etwa Juni bis September Regen nach Indien, Thailand, Vietnam und auf die Philippinen bringt, in Mumbai allein über zwei Meter in vier Monaten. Im Winter kehrt sich das um, der Nordostmonsun bringt trockene, kühlere Luft vom Festland. Dazwischen liegt die heiße Zeit im April und Mai, wenn in Bangkok und Delhi die Temperaturen über vierzig Grad steigen. Regenzeit heißt dabei selten Dauerregen; meist kommt der Schauer am Nachmittag, kräftig und kurz, und danach ist die Luft klarer als vorher.
Nördlich und südlich des Äquators
Südlich des Äquators läuft das Jahr umgekehrt. In Indonesien ist von Mai bis September Trockenzeit, der Januar ist auf Bali der nasseste Monat. Dazu kommen die lokalen Eigenheiten: Thailands Ostküste um Ko Samui hat ihre Regenzeit im November und Dezember, die Westküste um Phuket von Mai bis Oktober, und Sri Lanka hat zwei Monsune, sodass immer eine Küste trocken ist. Im Norden des Kontinents, in Japan, Korea und China, gibt es echte Jahreszeiten mit kalten Wintern, einer Regenzeit im Juni und Taifunen im Spätsommer; Frühling und Herbst sind dort die sichersten Monate. Und im Himalaya sind Oktober und November am klarsten, während der Sommer die Zeit für Ladakh und die Hochwüsten Tibets ist, wo der Monsun nicht hinkommt.
Was neben dem Wetter zählt
Um das chinesische Neujahr im Januar oder Februar sind in China und Vietnam die Züge voll und viele Läden geschlossen, der Ramadan verändert in Malaysia und Indonesien den Tagesablauf, Songkran im April macht aus ganz Thailand eine Wasserschlacht. Wer Feste erleben will, plant danach, wer Ruhe sucht, drumherum. Die Hauptsaison von Dezember bis Februar bedeutet in Thailand volle Inseln und höhere Preise; in der Nebensaison bekommt man leere Strände, muss aber mit Regen leben. Oft ist die Übergangszeit die beste: der Oktober in Thailand, der März in Vietnam, der September auf Bali.
Ein Jahr, zwölf Ziele
Im Januar und Februar sind Thailand, Kambodscha, Vietnam, Südindien und Sri Lankas Westküste trocken. Im März und April blüht Japan, und der Himalaya zeigt die Rhododendren. Von Mai bis September liegen Indonesien, Malaysias Ostküste, Sri Lankas Osten, Ladakh und die Mongolei richtig, und für den Herbst bleiben Nepal, Bhutan, Nordvietnam, China und wieder Japan. Die Übersicht zum Klima Asiens erklärt die Zonen des Kontinents, und jede Länderseite nennt die Monate, die sich lohnen.

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