Das Korallendreieck
Zwischen den Philippinen, Indonesien und Papua-Neuguinea liegt das Korallendreieck, ein Meeresgebiet von der Größe halb Europas, in dem drei Viertel aller bekannten Korallenarten und über zweitausend Rifffischarten leben. Zum Vergleich: Die Karibik kommt auf etwa ein Zehntel davon. Der Grund ist die Lage an der Nahtstelle zwischen Pazifik und Indischem Ozean, wo warmes, nährstoffreiches Wasser durch Tausende Inseln strömt. Die Riffe der Philippinen gehören zum Kern dieses Gebiets: Das Tubbataha-Riff in der Sulusee, 160 Kilometer südlich von Puerto Princesa, ist Nationalpark und Weltnaturerbe und nur von März bis Juni mit Safaribooten zu erreichen; das Apo-Riff westlich von Mindoro ist das größte Atollriff des Landes; vor Busuanga liegen die japanischen Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg, und vor Bohol warten bei Balicasag Schildkröten und Barrakudaschwärme. Indonesien setzt mit Raja Ampat, Komodo und Bunaken noch einmal eins drauf.
Thailand und der Indische Ozean
Thailand hat zwei Meere. Im Golf von Thailand liegen Koh Tao und die Plätze um Ko Samui, flach und ruhig, fast das ganze Jahr betauchbar; in der Andamanensee die Similan-Inseln, Richelieu Rock und die Riffe vor Ko Phi Phi, mit klarerer Sicht und größeren Tieren, dafür nur von November bis April, wenn das Meer ruhig ist. Walhaie und Mantas sieht man am ehesten am Richelieu Rock zwischen Februar und April. Die Malediven sind wieder anders: Atolle mit Kanälen, durch die bei Strömung Mantas, Haie und Adlerrochen ziehen, und Hausriffe, die direkt vor dem Bungalow beginnen. Sri Lanka hat Wracks und Walbeobachtung, Malaysia mit Sipadan einen der berühmtesten Tauchplätze der Welt, auf den täglich nur wenige Dutzend Taucher dürfen.
Tauchen lernen
Wer noch keinen Schein hat, macht ihn am besten dort, wo das Wasser warm, die Sicht gut und der Kurs günstig ist. Auf Koh Tao werden mehr Tauchscheine ausgestellt als fast überall sonst auf der Welt; ein Open-Water-Kurs dauert drei bis vier Tage und kostet dort etwa ein Drittel dessen, was man in Deutschland zahlt. Ähnlich ist es auf den Gili-Inseln vor Lombok, auf Bali bei Amed und auf den Philippinen in Puerto Galera oder Moalboal. Schnorchler brauchen an vielen dieser Orte nicht einmal ein Boot, denn das Riff beginnt am Strand.
Was man beachten sollte
Ein Riff ist empfindlich: nichts anfassen, nichts mitnehmen, Flossen weg vom Boden, Sonnencreme ohne Oxybenzon, die in Thailands Nationalparks seit 2021 ohnehin vorgeschrieben ist. Korallenbleiche hat in den letzten Jahren auch asiatische Riffe getroffen, besonders in flachen, warmen Lagunen; tiefere Plätze und Strömungsriffe stehen besser da. Nach dem letzten Tauchgang gehören mindestens 18 Stunden Pause vor dem Flug dazu, besser 24. Und wer mit dem Safariboot nach Tubbataha oder Raja Ampat will, bucht ein Jahr vorher, denn die Plätze sind knapp.

Koh Tao
Tubbataha Riff
Apo-Riff
Puerto Galera
Busuanga
Bohol
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