SIM-Karte & Internet

Unterwegs online zu sein, ist in Asien selten ein Problem. In den meisten Ländern ist das mobile Internet schnell und günstiger als in Deutschland. Teuer wird es nur, wenn man mit der heimischen SIM-Karte einfach weitersurft, denn außerhalb der EU gelten die EU-Roaming-Regeln nicht.
Unsere Empfehlung: eine eSIM
Für die meisten Reisen ist eine eSIM heute die einfachste Lösung. Man kauft sie vor der Abreise in einer App, installiert sie per QR-Code und ist nach der Landung sofort online. Die eigene SIM-Karte bleibt dabei für Anrufe und SMS aktiv, was zum Beispiel für die TAN-Nummern der Bank wichtig ist. Voraussetzung ist ein Smartphone, das eSIM unterstützt und keinen SIM-Lock hat.
Der bekannteste Anbieter ist Airalo. Dort gibt es Pakete für einzelne Länder und das Regionalpaket „Asialink", das 18 Länder abdeckt, darunter Thailand, Vietnam, Indonesien, Japan, Indien und China. Das ist besonders praktisch, wenn man mehrere Länder bereist. Eine gute Alternative ist Saily vom Team hinter NordVPN, mit flexiblen Paketen von wenigen Tagen bis zu einem Jahr und einem eigenen Paket für Asien und Ozeanien. Holafly setzt dagegen ganz auf unbegrenzte Daten. Das ist bequem für alle, die viel im Netz sind, meist aber teurer als ein Paket mit festem Volumen.
Unser Tipp: Das Datenvolumen lieber nicht zu knapp kaufen. Karten, Übersetzungs-Apps und Taxi-Apps verbrauchen mehr, als man denkt, und das Nachbuchen kostet oft mehr als gleich ein größeres Paket.
Die günstige Alternative: eine lokale SIM-Karte
Wer länger in einem Land bleibt, fährt mit einer lokalen Prepaid-SIM oft noch günstiger. Man bekommt sie am Flughafen, in den Läden der Mobilfunkanbieter und in vielen Supermärkten. In den meisten Ländern muss die Karte mit dem Reisepass registriert werden, deshalb sollte man ihn beim Kauf dabeihaben. Am Flughafen sind die Pakete meist etwas teurer, dafür ist man sofort versorgt.
Sonderfall China
In China sind viele westliche Dienste wie Google, WhatsApp und Instagram gesperrt. Mit der eSIM eines ausländischen Anbieters funktionieren sie oft trotzdem, weil der Datenverkehr über das Ausland läuft. Mit einer chinesischen SIM-Karte ist das nicht der Fall. Wer nach China reist, sollte das deshalb vor der Abreise klären.
Vor der Abreise
Bevor es losgeht, sollte man das Datenroaming für die heimische SIM-Karte ausschalten. Die eSIM kann man schon zu Hause installieren, aktivieren sollte man sie aber erst am Ziel, weil die Laufzeit oft mit der ersten Verbindung beginnt. Außerdem lohnt es sich, Karten für die Offline-Nutzung zu speichern und wichtige Apps schon vorher zu laden. Wer seine Bankgeschäfte per SMS-TAN erledigt, stellt am besten auf eine Freigabe per App um.
Kostenloses WLAN gibt es in Hotels, Cafés und an vielen Flughäfen. Für Online-Banking und Passwörter ist ein offenes WLAN allerdings kein guter Ort. Hier nutzt man besser das mobile Internet oder ein VPN.
Stand: September 2026. Welche Lösung in welchem Land am besten funktioniert, ergänzen wir nach und nach auf den Länderseiten.