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Geld & Bezahlen

Geld & Bezahlen

Wie man in Asien bezahlt, ist von Land zu Land sehr verschieden. In manchen Ländern zahlt man fast alles mit dem Smartphone, in anderen läuft der Alltag noch weitgehend mit Bargeld. Für die meisten Reisen hat sich eine Kombination bewährt: eine gebührenfreie Reisekarte, eine zweite Karte als Reserve und immer etwas Bargeld in der Landeswährung für Märkte, Garküchen und Taxis.

Die richtige Karte

Die Karte der eigenen Hausbank ist im Ausland oft teuer. Beim Bezahlen fällt ein Auslandseinsatzentgelt an, beim Abheben kommen Gebühren dazu, und der Wechselkurs ist häufig schlecht. Reisekarten sind genau dafür gemacht, diese Kosten zu vermeiden.

Bei Wise bekommt man ein Konto mit Karte, auf dem man Guthaben in vielen Währungen halten kann. Getauscht wird zum echten Wechselkurs mit einer kleinen, transparenten Gebühr, und Bargeld abheben ist bis 250 Euro im Monat gebührenfrei. Revolut funktioniert ähnlich. Im kostenlosen Standard-Tarif sind bis 200 Euro oder fünf Abhebungen im Monat frei, danach werden 2 % fällig. Die kostenpflichtigen Tarife haben höhere Freibeträge.

Beide Karten funktionieren als Visa- oder Mastercard und lassen sich in Apple Pay und Google Pay einbinden. Als Ergänzung empfiehlt sich eine klassische Kreditkarte ohne Auslandseinsatzentgelt, vor allem für Hotels und Mietwagen, die für die Kaution oft eine echte Kreditkarte verlangen.

Unser Tipp: Zwei Karten verschiedener Anbieter mitnehmen und getrennt voneinander aufbewahren. Wird eine gesperrt oder gestohlen, steht man dann nicht ohne Geld da.

Geldautomaten und ihre Gebühren

Geldautomaten gibt es in den Städten fast überall. Viele verlangen von ausländischen Karten aber eine eigene Gebühr pro Abhebung, zusätzlich zu dem, was die eigene Bank berechnet. Deshalb hebt man besser seltener und dafür größere Beträge ab.

Besonders hoch sind die Gebühren in Thailand: Stand September 2026 kostet eine Abhebung meist 250 bis 350 Baht. Die Automaten der AEON Bank sind mit rund 150 Baht deutlich günstiger. In Japan ist Bargeld noch überraschend wichtig, und die Automaten in den 7-Eleven-Läden nehmen ausländische Karten fast immer an.

Die wichtigste Regel gilt an jedem Automaten und jedem Kartenterminal: Wenn gefragt wird, ob in Euro oder in der Landeswährung abgerechnet werden soll, wählt man immer die Landeswährung. Die angebotene Umrechnung in Euro, im Fachjargon „Dynamic Currency Conversion" genannt, ist fast immer deutlich teurer.

Wechseln und Währungen

In größeren Städten kann man Euro in Wechselstuben tauschen. Die Kurse am Flughafen sind meistens schlechter. In einigen Ländern ist neben der Landeswährung auch der US-Dollar im Umlauf, zum Beispiel in Kambodscha.

Trinkgeld und Handeln

Beim Trinkgeld gibt es große Unterschiede. In manchen Ländern wird es erwartet, in Japan dagegen gilt es eher als unhöflich. Auf Märkten wird vielerorts gehandelt, in Geschäften mit Preisschildern dagegen nicht. Wer freundlich bleibt, erreicht beim Handeln mehr als mit Hartnäckigkeit.

Gebühren und Bedingungen ändern sich, deshalb vor der Reise beim Anbieter nachsehen. Angaben zu den einzelnen Ländern ergänzen wir nach und nach auf den Länderseiten.