Tianan’men Platz

Der Tianan’men Platz in Peking
Der Tianan’men Platz im Zentrum der Hauptstadt Peking ist einer der größten befestigten Plätze der Welt.
Seine Fläche beträgt 39,6 ha. An der Nordseite des Platzes befindet sich das „Tor des himmlischen Friedens“. Aus diesem Grund wird der Platz „Platz des himmlischen Friedens“ oder „Platz vor dem Tor des himmlischen Friedens“ genannt.
Denkmal für die Helden des Volkes
Das Tor des himmlischen Friedens bildet den Haupteingang zur „Verbotenen Stadt„. Der ehemalige Kaiserpalast ist eines der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Chinas. Hier befand sich das Machtzentrum einiger chinesischer Kaiser. Am Tor des himmlischen Friedens rief Mao Zedong 1949 die Volksrepublik China aus. Darum ist dieses Tor im Staatswappen der Republik zu finden.
Bis 1911 war der Platz für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, die Verbotene Stadt öffnete 1925 als Palastmuseum. Dies ist heutzutage allerdings anders und wird gerne, auch von Einheimischen in Anspruch genommen. Somit ist die verbotene Stadt ein beliebtes Ausflugsziel für Familien am Wochenende.
Nach Abdankung des letzten chinesischen Kaisers diente der Tianan’men Platz als wichtige Demonstrationsstätte. Auf dem Platz fanden bis zu einer Million Menschen Platz.
1958 wurde am südlichen Rand des Platzes das „Denkmal für die Helden des Volkes“ errichtet. Der Obelisk ist etwa 38 Meter hoch und erinnert an die bei revolutionären Kämpfen des 19. und 20. Jahrhunderts gestorbenen Menschen.
Am westlichen Rand des Platzes grenzt die „Große Halle des Volkes“ (siehe großes Bild oben). Diese Halle wurde 1959 nach einer nur 10monatigen Bauzeit eingeweiht.
Diese Halle dient dem Empfang für Staatsgäste und als Veranstaltungsstätte an nationalen Feierlichkeiten. Jedes Jahr im März findet hier die Tagung des Volkskongresses statt.
Das „Chinesische Nationalmuseum“ grenzt am östlichen Rand des Tianan’men Platzes. Dieses Museum wurde 1959 anlässlich des 10. Jahrestages der Volksrepublik China errichtet.
Dieses Museum beinhaltet Ausstellungsstücke aus der Geschichte Chinas und der chinesischen Revolution. Das heutige Nationalmuseum entstand 2003 aus der Zusammenlegung des Museums der Chinesischen Geschichte und des Museums der Chinesischen Revolution und wurde 2011 nach einem großen Umbau neu eröffnet.
Nach dem Tod von Mao Zedong 1976 wurde auf dem südlichen Teil des Platzes 1977 ein großes Mausoleum errichtet. In diesem Mausoleum ist der einbalsamierte Leichnam des Staatsmannes zu sehen. Die Gedenkhalle ist dienstags bis sonntags von 8 bis 12 Uhr geöffnet, der Besuch ist kostenlos, muss aber ein bis sechs Tage vorher mit Name und Passnummer reserviert werden; Taschen und Kameras bleiben in der Aufbewahrung. Nach einer Renovierung von März bis August 2026 ist sie seit dem 1. September 2026 wieder geöffnet.
Auch der Platz selbst ist seit Dezember 2021 nur noch mit vorheriger Reservierung zu betreten. Sie ist kostenlos und wird ein bis sieben Tage im Voraus über das WeChat-Miniprogramm „Tiananmen Square Visit Reservation“ vorgenommen, Ausländer geben dazu ihre Passnummer an und müssen den Pass am Eingang vorzeigen. Dort werden Pass und Gepäck kontrolliert, wofür man je nach Andrang eine halbe bis anderthalb Stunden einplanen sollte; wer für die Verbotene Stadt, das Nationalmuseum oder die Mao-Gedenkhalle reserviert hat, kommt mit dieser Buchung am selben Tag auch auf den Platz.
Der Tianan’men Platz ist aber nicht nur durch seine Größe und seinen Bauwerken bekannt.
Arbeiterstatue Tianan´men Platz
1989 schlug die Regierung die Proteste der chinesischen Demokratiebewegung mit Waffengewalt nieder und richtete ein blutiges Massaker an. Die Anzahl der Todesopfer wurde nie offiziell bekanntgegeben.
Die Schätzungen gehen von 300 bis 3000 getöteten Menschen aus.
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