Tadschikistan: Fakten zum Land und ultimative Infos für Reisende

Tadschikistan gehört zu Zentralasien. An Tadschikistan grenzen 4 andere Länder. Das sind China, Kirgisistan, Usbekistan und Afghanistan.
Direkte Flüge aus Deutschland gibt es nur wenige, Somon Air fliegt von München nach Duschanbe, sonst steigt man etwa in Istanbul um. Direkte Züge gibt es leider keine. Mit dem Flugzeug kommt man in der Regel in der Hauptstadt an. Aber von dort kann man problemlos Inlandsflüge buchen.
Deutsche Staatsangehörige dürfen bis zu 30 Tage visumfrei einreisen und müssen sich dann innerhalb von zehn Arbeitstagen bei der Registrierungsstelle OVIR melden. Für den Pamir braucht man zusätzlich eine Sondergenehmigung für das Autonome Gebiet Berg-Badachschan (GBAO), die Einzelheiten stehen beim Auswärtigen Amt.
Wichtige Tipps sowie Do’s & Dont’s für Tadschikistan
Ortszeit
Die Zeitverschiebung zu Deutschland liegt bei drei bis vier Stunden, je nach Sommer- oder Winterzeit, Tadschikistan ist uns ein paar Stunden im Tag voraus.
Sprache
Die Amtssprache in Tadschikistan ist Tadschikisch, doch viele sprechen hier außerdem auch russisch. Tadschikisch wurzelt im Persischen und kann als eine moderne Variation des alt Persischen gesehen werden. Außer in Tadschikistan wird diese Sprache auch in Usbekistan und Xinjiang – insgesamt von rund 8 Millionen Menschen, gesprochen.
Religion
Im Fastenmonat Ramadan, der sich nach dem Mondkalender richtet und jedes Jahr etwa elf Tage früher beginnt (2027 voraussichtlich ab dem 8. Februar), sind die Leute sehr eingeschränkt. Als Tourist bietet es sich an diesen Monat als Reisezeitpunkt bestenfalls zu umgehen. Sollte man doch zu der Zeit das Tadschikistan bereisen, sollte hier nicht auf der Straße gegessen oder geraucht werden. Insgesamt spielt der Islam im öffentlichen Leben, besonders in den größeren Städten, wie Duschanbe, Chudschand und Bochtar (bis 2018 Qurghonteppa), aber keine große Rolle. So lassen sich über all Spirituosen kaufen und auch wenn die muslimischen Feste gefeiert werden, wird man hier auch bspw. viele recht freizügig gekleidete Frauen sehen.
Trinkwasser
In Tadschikistan sollte man kein Wasser aus Wasserleitungen trinken. Nach UN-Zahlen hatten 2024 nur rund 65 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sicher aufbereitetem Trinkwasser – ein riesiges Problem des Landes. Dies betrifft natürlich besonders die ländliche Bevölkerung Tadschikistans. Von 2018 an wurde hier ein von Finnland finanziertes Projekt der WHO umgesetzt, um diese defizitäre Lage zu verbessern.
Duschanbe – Hauptstadt von Tadschikistan
Karte von Tadschikistan
Die Hauptstadt von Tadschikistan ist Duschanbe. Duschanbe hat rund 1,2 Millionen Einwohner (2024), auch weil das Stadtgebiet 2020 erweitert wurde. Die Stadt ist aus einem Dorf entstanden, in dem jeden Montag einWochenmarkt stattfand. Seitdem die Stadt 1929 an das Eisenbahnnetz angebunden wurde, erfuhr die Stadt einen erheblichen industriellen Aufschwung.
Im Zentrum der Stadt, am Platz der Freundschaft nahe dem Rudaki-Prospekt findet man das mit seinem Bogen rund 40 Meter hohe Denkmal des Samanidenherrschers Ismoil Somoni, des „Vaters der Nation“. Dies gehört neben dem Nationalmuseum und dem Museum für Altertümer definitiv zu den top Sehenswürdigkeiten Duschanbes.
Wandern auf dem Pamir Highway
Mehr als 90 Prozent der Fläche Tadschikistans sind Gebirge, rund die Hälfte des Landes liegt über 3.000 Metern. Der höchste Berg des Landes ist der Pik Ismoil Somoni mit 7.495 Metern.
Der Pamir Highway, die Fernstraße M41, ist eine der höchsten Straßen der Welt. Er ist insgesamt rund 1.250 km lang und führt von der Hauptstadt Duschanbe über Chorugh und den Pamir bis nach Osch in Kirgisistan. Der Pamir Highway ist die Hauptverkehrsader durch das Pamir-Hochgebirge, aber nur zum Teil asphaltiert und häufig in schlechtem Zustand, was diesen Weg eher für abenteuerlustige Touristen interessant macht. Und auch wenn man Abschnitte des Pamir Highway bewandern, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto befahren kann, sollte man sich von einem ortskundigen Fahrer oder Reiseführer begleiten lassen. Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen in die Grenzgebiete zu Afghanistan ab, und nach den Unruhen von 2022 kann es im Pamir zu Zugangsbeschränkungen kommen.
