Kambodscha

Kambodscha liegt zwischen Thailand, Laos und Vietnam. Es ist eine konstitutionelle Monarchie, die von König Norodom Sihamoni und dem Premierminister Hun Sen regiert wird. Auf einer Fläche von 181.040 Quadratkilometern leben rund 17,4 Millionen Menschen (Stand 2023), was eine Bevölkerungsdichte von 96 Einwohnern auf einen km² ergibt.
Die Hauptstadt heißt Phnom Penh und sie liegt im Süden des Landes.
Geschichte von Kambodscha:
Königspalast Phnom Penh Vom 9. bis zum 15. Jahrhundert hatte das Kambujareich seine Blütezeit. Aus diesem Reich entstand das Königreich Kambodscha.
Viele Ruinen aus der Zeit wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
1953 erklärte sich Kambodscha unabhängig von der französischen Kolonialherrschaft. Die Folgezeit brachte jedoch viele Bürgerkriege und die diktatorische Herrschaft der roten Khmer.
Geographisches:
Die Küste ist 443 Kilometer lang. Das Land hat eine 803 Kilometer lange Grenze zu Thailand. Im Norden grenzt Kambodscha an Laos. Die Grenze dort ist 541 Kilometer lang.
Die längste Grenze ist die zu Vietnam, sie ist 1228Kilometer lang.
Das Kambodschanische Becken liegt zwischen 5 und 30 Meter über dem Meeresspiegel. Es wird von drei Seiten von Gebirge eingegrenzt. Der Phnom Aôral ist mit 1813 Metern der höchste Berg von Kambodscha.
Wichtige Flüsse in Kambodscha sind der Mekong und der Tonle Sap Fluss. Der Menkong ist der größte Fluss in Südostasien. In der Regenzeit führt der Menkong soviel Wasser, dass er den Tonle Sap speißt. Der See schwillt dann von einer Größe von 2.500 km² auf 20.000 Quadratkilometer an. So wird der Tonle Sap zum größten See in Südostasien.
Angkor Wat – Siam Reap (© XtravaganT – fotolia.com)
Kaôh Köng ist die größte der 64 Inseln, die zu Kambodscha gehören. Danach kommt Koh Rong als zweit größte Insel.
Weitere wichtige Inseln sind Koh Thmei, Koh Samit, Koh Tang und Koh Tonsay.
Man findet in Kambodscha an der Küste Mangrovenwälder, in einer Höhe von etwa 700 Metern gibt es immergrüne Bergwälder und an den Westhängen der Gebirge findet sich topischer Regenwald.
Wetter / Klima in Kambodscha:
By Srml. [CC-BY-SA-1.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/1.0, via Wikimedia Commons
Reisen in Kambodscha
Kaum jemand fährt nach Kambodscha, ohne Angkor Wat zu sehen, und das zu Recht: Der Tempelbezirk bei Siem Reap ist das größte religiöse Bauwerk der Welt und zusammen mit den Nachbartempeln wie Bayon und Ta Prohm, den die Würgefeigen überwachsen haben, Weltkulturerbe. Siem Reap selbst ist eine angenehme, kleine Stadt mit Märkten, Restaurants und dem Trubel der Pub Street, von der aus man die Tempel in zwei oder drei Tagen erkundet.

In Phnom Penh gehören der Königspalast und die Silberpagode zum Programm, aber auch das Tuol-Sleng-Museum, das ehemalige Gefängnis der Roten Khmer, das an die Jahre von 1975 bis 1979 erinnert. Wer die Städte verlässt, findet in den Dörfern am Tonle Sap, in Battambang oder an der Küste bei Kampot und Kep ein Land, das sich in einem ganz anderen Tempo bewegt.
Die Anreise ist einfacher geworden. Seit 2023 hat Siem Reap einen neuen internationalen Flughafen, der von Bangkok, Singapur, Kuala Lumpur und mehreren chinesischen Städten angeflogen wird, und nach Phnom Penh kommt man ebenfalls mit einem Umstieg in Bangkok, Singapur oder Doha. Wer Zeit hat, reist auf dem Landweg von Bangkok über Poipet oder von Ho-Chi-Minh-Stadt über Bavet ein oder nimmt das Boot: Auf dem Mekong und über den Tonle Sap verkehren Schnellboote zwischen Phnom Penh, Siem Reap und der vietnamesischen Grenze.
Mehr zu Kambodscha
- Angkor und Angkor Wat: Zeitzeugen der Khmer
- Kambodschas Urlaubsregionen im Hinterland
- Mit dem Bambus-Zug durch Kambodscha
- Rundreise durch Kambodscha
Rundreise durch Kambodscha
Angkor und Angkor Wat
Kambodschas Urlaubsregionen im Hinterland